Die Gründung des DRK Hünxe

Im Gespräch mit Frau Heise, Gründerin des DRK Hünxe zum 30. Jubiläum der Bereitschaft Hünxe im Sommer 1999

1969 wurde die Bereitschaft Hünxe neu gegründet. 

Wäre Frau Heise damals nicht in unsere Gemeinde gezogen, vielleicht hätte ein anderer das DRK hier zum Leben erweckt. Vielleicht aber auch nicht. Wir sind froh, uns diese Frage nicht stellen zu müssen. Dank also all denen, die den Grundstein gelegt, Jahrzehnte aktiv oder passiv die die Arbeit des DRK unterstützt haben. In all den Jahren fanden sich immer wieder Menschen, die sich in der Gemeinschaft sinnvolles vornahmen und in die Tat umsetzten. Eine Organisation wie das DRK darf in Hünxe einfach nicht fehlen. 

Das Interview mit Frau Heise:

Frage: Frau Heise, wann kam Ihnen die Idee, in Hünxe einen DRK-Standort zu gründen?

Antwort: Das war 1969. Kurze Zeit, nachdem ich mit meinem Mann von Essen nach Hünxe gezogen bin.

Frage: Warum gerade Hünxe?

Antwort: (Frau Heise lacht) Man könnte sagen, wegen der guten Luft hier. Wir suchten einen ruhigen Ort und den haben wir in Hünxe gefunden. Zuerst wohnten wir in einer Wohnung, später sind wir dann in dieses Haus gezogen.

Frage: Gab es damals schon das Deutsche Rote Kreuz in unserer Gemeinde?

Antwort: Ja. Es gab vor dem Krieg schon einen DRK Standort in Hünxe. Aber nach Beendigung des Krieges, man könnte sagen, zur Ruhe gekommen. Ende der sechziger Jahre lebte er eben wieder auf. Vorher hatte er Kook das DRK in Hünxe geleitet. Während all den Jahren nach Kriegsende bis 1969 hat seine Tochter noch das Sparbuch des Hünxer Standortes verwaltet. Mit all den Zinsen und Zineszinsen.

Frage: Sie waren bereits in Essen für das Deutsche Rote Kreuz tätig?

Antwort: Ja, das war ich. Durch einen Zufall saß ich irgendwann einmal bei einem Kaffeetrinken neben der dortigen Standortleiterin. Sie fragte mich, ob ich nicht mal vorbeischauen wolle. Ich war beruflich Krankenschwester und bin dann mal vorbeigegangen. Seitdem bin ich Mitglied…

  • Und später Neugründerin des Standortes Hünxe…

Ja, als wir hierhergezogen sind, erkundigte ich mich nach dem Hünxer DRK. Da dies eben seit längerer Zeit nicht mehr gab, habe ich eine Werbeversammlung einberufen.

  • Ein erfolgreicher Tag nehme ich an?

Es kamen schon viele Leute. Am Ende waren wir sieben Frauen, die das heutige DRK in Hünxe zu dem gemacht haben, was es heute ist. Ohnehin ist so eine Vereinigung ohne Kameradschaft und Zusammenhalt nicht möglich.

 war damals eine wachsende Gemeinde. Es war wichtig, auch hier Strukturen aufzubauen, um im Ernstfall helfen zu können.

Frage: Wie ging es weiter?

Antwort: Wir trafen uns regelmäßig hier zum alten Pastorat oder auch mal im Gemeindehaus. Es wurden Erste-Hilfe-Kurse angeboten  und auch von vielen Hünxern wahrgenommen. Das alles wäre ohne die Hilfe vom DRK Dinslaken nicht möglich gewesen. Von dort kamen auch die Ausbilder, die die Kurse führten. Sogar der damalige Apotheker aus Hünxe war beim ersten Kurs dabei. Daneben wurden auch Blutspendetermine angeboten. Auch hier gab es immer große Resonanz von der Bevölkerung.

Und das ist schön. Ich glaube, so etwas wie das Deutsche Rote Kreuz hatte in Hünxe lange gefehlt. Die Anwohner und auch die Amtsleitung sahen dem allen positiv entgegen.

  • Und die gibt es heute noch…

Und das ist schön. Ich glaube, so etwas wie das Deutsche Rote Kreuz hatte in Hünxe lange gefehlt. Die Anwohner und auch die Amtsleitung sahen dem allen positiv entgegen. Unsere Mitgliederzahl wuchs und der Aufgabenbereich natürlich auch. Sanitätswachen bei Sportfesten oder auch die Ferienspiele. Nicht zu vergessen die Altkleidersammlungen. Es ist schön zu sehen, dass dies alles heute noch so fortgeführt wird. 

Frage: Haben Sie ein schönstes Erlebnis, von dem Sie erzählen könnten?

Antwort: Das ist die Kameradschaft innerhalb des DRK. Wer in so einem Verein gemeinsam mit anderen Tätig ist, ist nie allein. Dazu gibt es auch ein Gedicht.

         Welches? (Das gehört alles zum Interview)

Antwort: Also das geht so:

„Wenn einer von uns müde wird, der andere für ihn wacht,

wenn einer von uns zweifeln sollt, der andere gläubig lacht.

Wenn einer von uns fallen sollt, der andere steht für zwei,

denn jedem Helfer gab Gott einen Kameraden bei“

Ein schönes Schlusswort. Noch ein Blick nach vorn?

Ich hoffe, dass durch die Jugend das DRK hilfreich in die Zukunft blickt.

Wir werden uns bemühen, Frau Heise. Vielen Dank für das Interview und alles Gute!

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